Dass übermäßige Sonnenbäder vermieden werden und man sich der Sonne generell nie ohne entsprechenden Schutz aussetzen sollte, ist zum Glück mittlerweile bekannt. Dieses Bewusstsein hat dazu geführt, dass Hautkrebs – früher an zweiter Stelle bei den tödlichsten Krebsarten – mittlerweile an die neunte Stelle gerückt ist.
Früherkennung von Hautkrebs & wie man sich schützt
ABC der Melanom-Früherkennung
Grundsätzlich sollte jeder Mensch seine Muttermale laufend beobachten und kontrollieren lassen. Durch Hautschädigungen können sich ungefährliche Muttermale schnell zu bösartigen Melanomen entwickeln. Wird eine Veränderung rechtzeitig bemerkt, kann das Muttermal entfernt werden.
- Asymmetrie: Gutartige Muttermale sind rund und symmetrisch. Melanome wachsen ungleichmäßig, meist stärker in eine Richtung.
- Begrenzung: Muttermale sind scharf zur normalen Haut hin abgegrenzt. Melanome haben eine zackige, unregelmäßige Begrenzung.
- Colorit (Farbe): Muttermale sind einheitlich hell- bis dunkelbraun. Melanome weisen unterschiedliche Braun-, Schwarz-, Rot-, Grau- oder Weißtöne auf.
- Durchmesser: Muttermale bleiben über lange Zeit gleich groß. Melanome hingegen nehmen an Größe, Dicke und Umfang zu.
Ist ein Muttermal in einer oder mehreren dieser Kategorien auffällig, sollte zur Abklärung eine Hautärztin bzw. ein Hautarzt aufgesucht werden.
- Behandlung von Betroffenen
Die Untersuchung mit Auflichtmikroskop bei niedergelassen Hautärztinnen bzw. -ärzten mit Kassenvertrag wird übernommen bei Menschen,
- denen bereits ein bösartiges Melanom bzw. ein invasives Plattenepithelkarzinom entfernt wurde innerhalb des Nachsorgezeitraums (10 Jahre nach Entnahme), je nach Tumorstadium alle 3 bis 12 Monate
- unter Immunsuppression nach Organtransplantation alle 12 Monate oder
- bei denen die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt einen konkreten Krankheitsverdacht unter genauer Angabe der Hautveränderung feststellt.
- denen bereits ein bösartiges Melanom bzw. ein invasives Plattenepithelkarzinom entfernt wurde innerhalb des Nachsorgezeitraums (10 Jahre nach Entnahme), je nach Tumorstadium alle 3 bis 12 Monate
- Hautgesunde Tipps
Nachstehend einige Tipps und Informationen, um den Sommer und die Sonne ohne Reue genießen zu können:
- Meiden Sie zwischen 11.00 – 15.00 Uhr direktes Sonnenlicht, da in diesem Zeitraum 80 Prozent der Gesamttages-UV-Strahlung freigesetzt wird.
- Verwenden Sie Sonnenschutzmittel entsprechend Ihrem Hauttyp.
- Tragen Sie das Sonnenschutzmittel eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt in der Sonne gleichmäßig auf die Haut auf.
- Stark gefährdete Körperstellen wie Nasenrücken, Stirn, Ohren, Hände, Unterarme sowie Lippen besonders gründlich eincremen.
- Tragen Sie qualitativ hochwertige Sonnenbrillen, um auch Ihre Augen zu schützen.
- Vor allem Kinder haben noch kein voll entwickeltes Selbstschutzsystem und sollten sich daher vorwiegend im Schatten aufhalten, entsprechende Kleidung tragen und Sunblocker (höherer LSF-Faktor) verwenden.
- Sonnenschutz für Kinder
Kinder reagieren besonders empfindlich auf Sonne und Hitze. Ihre Haut ist dünner und besitzt noch keinen vollständigen Eigenschutz gegen UV-Strahlen. Deshalb können Sonnenbrände gerade in jungen Jahren langfristige Hautschäden verursachen. Ein guter Sonnenschutz hilft, die Haut gesund zu halten und ermöglicht gleichzeitig sicheres Spielen und Bewegen im Freien.
Besonders wichtig ist es, Babys und Kleinkinder vor direkter Sonne zu schützen. Schattenplätze sollten bevorzugt und die intensive Mittagssonne möglichst gemieden werden. Auch schützende Kleidung, Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen mit UV-Schutz tragen dazu bei, die Haut und Augen der Kinder zu schützen. Für unbedeckte Hautstellen empfiehlt sich eine kindgerechte Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, die regelmäßig aufgetragen wird.
An heißen Tagen sollten Kinder außerdem ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Kommt es dennoch zu einem Sonnenbrand, ist rasches Handeln wichtig: Kinder sollten sofort aus der Sonne gebracht und die betroffenen Hautstellen gekühlt werden. Bei Babys, Kleinkindern oder schweren Sonnenbränden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.